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Treubach

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Besondere Eigenschaften

Daten & Fakten

  • Einwohner: 749
  • Fläche: 13 km²
  • Seehöhe (von): 417m
  • Seehöhe (bis): 417m
  • Gemeindeart: Gemeinde
  • Längengrad: 13,219
  • Breitengrad: 48,1919
Im Herzen des Innviertels liegt Treubach. Die kleine, aber feine Gemeinde, die in 15 Ortschaften unterteilt ist, zählt zu den kleinsten im Bezirk Braunau.
Die familienfreundliche Gemeinde Treubach wurde in der Vergangenheit oftmals hin und her gerissen zwischen Österreich und Bayern. Seit 1814 gehört sie endgültig zu Österreich.

Die wunderschön restaurierte Pfarrkirche, die vom Friedhof umgeben ist, bildet den Mittelpunkt des Ortes.
Für sportlich Ambitionierte gibt es in Treubach eine Stocksporthalle, einen Beach-Volleyballplatz, den Tennisplatz in Roßbach und auch einen Fußballplatz. Für die Gemütlicheren unter uns, stehen ruhige Waldwanderwege, Angelmöglichkeiten und eine Sauna zum Relaxen zur Verfügung.


Der Name Treubach taucht erstmals im Jahr 803 auf einer Urkunde des Stifts Mondsee auf. Im Jahr 1140 werden die Burg und die Burgkirche erstmals in einer Urkunde erwähnt. 1364 gab es in Treubach eine entscheidende Schlacht um Tirol und im Jahr 1465 wurde Treubach vom Papst zum Wallfahrtsort erklärt.

In den Jahren 1671 bis 1677 herrschte in Treubach eine große Hungersnot und den Jahren 1733 bis 1743 suchte die Pest die Bevölkerung von Treubach mehrmals heim. Treubach war seit Gründung des Herzogtums Bayern mehrfach bayrisch und kam mit dem „Frieden von Teschen“ mit dem Innviertel zu Österreich. Im Jahre 1785 wurde Treubach eine eigene Pfarre.

Während der Kriege mit Napoleon kam Treubach wieder für kurze Zeit zu Bayern, gehört aber seit 1814 endgültig zu Österreich. Die erste Schule wurde in Treubach im Jahr 1856 gebaut und die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr von Treubach erfolgte im Jahr 1893. Die Gemeindewappenverleihung erfolgte im Jahr 1981.

Sehenswürdigkeiten von Treubach
Den Mittelpunkt des Ortes Treubach bildet eine schön restaurierte Pfarrkirche, die vom Friedhof umgeben ist. Wie oben erwähnt, wurde Treubach im Jahr 1465 zum Wallfahrtsort erklärt. Aus dieser Zeit soll die Bründelkapelle bei der Pfarre stammen. Die Bründelkapelle war bis zum Jahr 1881 im Besitz der Pfarre und wurde dann der Gemeinde zur Verwaltung übergeben. Im Jahr 1945 wurde sie von den Kriegsheimkehreren neu errichtet und seither wird sie daher auch „Heimkehrerkapelle“ genannt. Des weiteren gibt es in Treubach eine „Pestkapelle“, die an die Pestopfer erinnert.
Der Münzschatz von Treubach zählt zweifellos zu den interessantesten mittelalterlichen Satzfunden, die in den letzten Jahren in Österreich ans Tageslicht kamen. Mit seinen 2358 silbernen Pfennigen zählt der Treubacher Münzfund zwar nicht zu den großen seiner Art – der größte bisher in Österreich ausgegrabene mittelalterliche Münzschatz hatte über 28.000 Stück – in seiner historischen Aussagekraft bildet er jedoch ein einmaliges Zeugnis für den überregionalen Handelsverkehr, wie er sich um die Mitte des 14. Jahrhunderts zwischen oberdeutschen Handelsstädten und Italien, über heute österreichischem Boden abgespielt hat.
Der Schatz wurde im April 1987 im Zuge von Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche von Treubach entdeckt.
 
Die Hauptmasse des Silberschatzes besteht aus Heller-Münzen der Reichsmünzstätte Schwäbisch Hall, die allein mit 2059 Stück (= 87,3 %) vertreten sind. Dies ist umso bemerkenswerter, da der schwäbische Heller in österreichischen Schatzfunden bisher nur vereinzelt zu finden war und im mittelalterlichen Geldverkehr unseres Landes praktisch keine Rolle spielte. Die zweitstärkste Währungsgruppe – und dies ist gleichfalls eine Besonderheit – bilden mit 102 Exemplaren (= 4,3 %) die Lienzer Denare der Grafen von Görz. Erst dann folgt die Gruppe des Wiener Pfennigs, in dessen Währungsgebiet der Schatz verborgen wurde (71 Stück = 3 %). Die südlichste, im Treubacher Münzfund vertretene Münzstätte ist Aquileia, von der fünf Denare des Patriarchen Bertrandus (1334 – 1350) enthalten sind.
Die Vergrabung muss in jedem Falle nach 1357 und mit größter Wahrscheinlichkeit vor 1368 erfolgt sein.
In den Jahren 1363/64 kam zu einer schwerwiegenden Auseinandersetzung zwischen Österreich und Bayern um den Besitz Tirols, in deren Verlauf das gesamte Innviertel zum Kriegsschauplatz wurde. Aus den Annalen des Klosters Mattsee erfahren wir, dass das kleine, sonst so unbedeutende Treubach im Zentrum des Kriegsgeschehens lag und wiederholt von plündernden und brandschatzenden Horden heimgesucht wurde. So ist es durchaus wahrscheinlich, dass gerade diese Ereignisse der Jahre 1363/64 zur Verbergung des Münzschatzes in der Treubacher Kirche geführt haben.
Man geht davon aus, dass die Münzen von einer ortsfremden Person, die von den kriegerischen Ereignissen des Jahres 1364 überrascht wurde, in der Treubacher Kirche versteckt worden sind.
Der Hauptanteil der Münzen kommt aus dem südwestdeutschen Raum, was darauf hindeutet, dass auch der Besitzer von dort nach Treubach kam. Man vermutet auch, dass es ein Händler war, der auf seiner Reise, von den kriegerischen Ereignissen im Innviertel überrascht wurde und Zuflucht in der Treubacher Kirche suchte.

Kontakt & Service

Treubach
Gemeindeamt Treubach
Untertreubach 44
Treubach
5272 Treubach

Telefon: +43 7724 8055-0
Fax: +43 7724 80554
E-Mail: gemeinde@treubach.ooe.gv.at
Web: www.treubach.ooe.gv.at

Wir sprechen folgende Sprachen

Deutsch
Ort

Im Herzen des Innviertels liegt Treubach. Die kleine, aber feine Gemeinde, die in 15 Ortschaften unterteilt ist, zählt zu den kleinsten im Bezirk Braunau. Die familienfreundliche Gemeinde Treubach wurde in der Vergangenheit oftmals hin und her gerissen zwischen Österreich und...